Die Säure

Die Gesamtsäure eines Traubenmostes beträgt normal bei Weißweinsorten 7-9 g/l, bei Rotweinsorten 5-7 g/l. Sie setzt sich zusammen aus Weinsäure, Apfelsäure sowie Milchsäure, Bernsteinsäure. Weinsäure ist das »Rückgrat« eines Weines. Sie prägt seinen Geschmack mit und ist mitbestimmend für seine Haltbarkeit (Lagerung). Ihr Verhältnis zum Alkoholgehalt ist neben anderen Faktoren ein wesentlicher Teil der Harmonie.
Der Anteil der Weinsäure hängt auch von der Rebsorte ab. In unreifen Weinen überwiegt die Apfelsäure. In schlechten Jahrgängen vorhandene übermäßige Säure darf in gesetzlichem beschränkten Umfang entfernt oder im Geschmackseindruck gemindert werden. Mit den Jahren baut sich die Säure auf natürlichem Wege ab. Daher sollte man Weine, die rebsortenbedingt zunächst hohe Säurewerte aufweisen (z. B. Riesling) in den ersten 1-2 Jahren noch nicht trinken, sondern ruhen lassen, bis ein harmonisches Verhältnis erreicht ist.